150 Veranstaltungen auf 45 Bühnen – das Programm der Bonner Theaternacht ist überwältigend, da ist es gar nicht so einfach sich zu entscheiden, deswegen hier meine persönlichen Tipps für Studierende:

bonner theaternacht 2019 tip für studierende 001Für einen locker-lustigen Einstieg in einen langen Theaterabend ist Comedy doch genau das Richtige, die Rheinbühne präsentiert im Jugendzentrum St.Cassius „Jung und Ungebremst“, ein Format für Comedy-Neulinge, die sich hier ausprobieren dürfen. Wer Lust hat danach selbst ein wenig aktiv zu werden, geht weiter ins MIGRApolis, wo Mission IMPROssible spontan und intuitiv Improtheater zum Besten gibt. Für alle, die nach vielen Worten was fürs Auge brauchen, bietet sich aber auch die junge Tanzcompany DanzaMAZ an, die in der Evangelischen Trinitatiskirche in Bonn-Endenich für emotionsgeladenes Tanztheater sorgt.

Auch ein Abstecher ins Euro Theater Central lohnt sich sicher, unter anderem werden hier ab 21 Uhr zu jeder vollen Stunde unter dem Motto „Rares für Bares“ Requisiten und Kostüme aus 50 Jahren Theateralltag versteigert – wer also noch auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk ist, kann dies hier mit theatraler Unterhaltung verbinden.

Wem die Menschenmassen in der Innenstadt zu viel werden, kann sich stattdessen aber auch mit Shuttle oder vielleicht besser noch Bahn auf den Weg nach Bad Godesberg machen, hier wird das Schauspielhaus unter anderem von Schauspielstudenten der Alanus-Hochschule bespielt, die mit Monologen und Dialogen der Weltliteratur auf die Bühne gehen – die Anfahrt lohnt sich! Auch in der Brotfabrik Beuel stehen junge Studierende auf der Bühne, und zwar die Bonn University Shakespeare Company (kurz: BUSC), die englischsprachiges Theater präsentiert. Ebenfalls einen internationalen Ausklang der Theaternacht bietet das Institut français mit G.I.F.T. (German Italian French Theater): Unter der Leitung von Eugenia Fabrizi, selber Alumna der Uni Bonn, präsentieren hier junge Menschen aus drei verschiedenen Ländern eine Preview ihres Stücks „Momentum Nostrum“, das erst im Juni Premiere feiert – ich als Romanistin werde mir das jedenfalls nicht entgehen lassen.

Oder aber man schaut noch mal in der Altstadt vorbei, im Kult 41 gibt es um 23 Uhr „Alles schwimmt!“ aus dem letzten Jahr zu sehen, das auf vielfachen Wunsch wiederholt wird, ich war im letzten Jahr dabei und sage: Zurecht! Im Kult kann man hinterher bei einem Bier wunderbar die Bilder des Abends Revue passieren lassen bevor es dann nach Mitternacht in die Oper zur großen Aftershow-Party geht. Bei Musik von BaSch, der Studierenden-Band der Alanus Hochschule, sowie DJ Haru Specks wird bis in den Morgen gefeiert und getanzt – das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

Und für alle, die ungern planen: Einfach treiben lassen, spontan entscheiden und überraschen lassen, bei einem so vielversprechenden Programm kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

Auf eine tolle Theaternacht!

(von Aylin Suhrborg)

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