19.30 – 20.00*

Medea 2.0 (Ausschnitte)

Ein Ausschnitt aus Medea 2.0, einer gefeierten Produktion des Studiengangs Schauspiel. Der
archaische Medea-Mythos hat über Jahrhunderte Autor:innen, Komponist:innen, Maler:innen und Theaterschaffende fasziniert. Es ist die aufwühlende Liebesgeschichte zwischen Medea und Jason im Kontext politischer Verwicklungen an deren Ende fünf Menschen tot sein werden. Wer hat Schuld an diesem Desaster? Was könnten Motive sein? Die Inszenierung untersucht den Stoff auf seine aktuelle Relevanz, schlägt einen Bogen von Euripides bis heute und forscht in den Biografien der Spielenden zum Themenfeld toxischer Beziehungen und Frauenrollen. Das Ensemble arbeitet mit Mitteln des griechischen Chors, des Tanzes, des klassischen Schauspiels und des Dokumentar-theaters.

Regie und Textfassung: Rüdiger Pape

Mit: Emilie Berg, Katharina Isabel Donat, Sarah Johanna Iserlohe, Mojtaba Izadizad, Mojo Joho, Justin Rohner, Johanna-Lucia von Dobbeler

20.30 – 21.00

Mackomat

Niemand kannte Werk und Wesen von August Macke besser als seine Frau Elisabeth. Sie starb 1978, doch dank großer Fortschritte in der Robotik und der KI-assistierten Simulation können wir ihr heute neu begegnen, mit ihr ins Gespräch kommen und an ihrer Welt teilhaben. Immersives
Kunsterleben liegt ja im Trend. Der „Mackomat“ ermöglicht eine Zeitreise der besonderen Art und kann ohne großen technischen Aufwand in einen Munchomaten, Klimtomaten oder Dixomaten umgewandelt werden. In der Krankenpflege, der Hochschullehre und der Einsamkeitsbekämpfungsinitiative der Bundesregierung kommen derartige Menschmaschinen bereits mit großem Erfolg zum Einsatz. Nun soll die Museumspädagogik profitieren. Von und mit Daniela Weingärtner sowie Rosa Andorfer.

21.30 – 22.00

Emmas Befreiung von der Erbsünde

Ist die Gesellschaft entfremdet – oder bin ich beschämenswert in einer menschlichen Gesellschaft?
Im Spannungsfeld dieses inneren Konflikts wird die Darstellerin Emma Spitzenberger von irdischen Versuchungen in ein vom göttlichen Ursprung getrenntes, ent-menschlich(t)es Erleben verführt.
Gelenkt von Scham, zweifelt sie ihre intimste Beziehung zur Natur an.
Emma erforscht, ob sich unter ihrer Scham der Kern ihres wahren Seins ausdrücken will. Die Performance mündet in einen Befreiungsakt:
von Anpassung hin zur Autonomie.
Durch ein provokantes Spiel mit gesellschaftlichen Tabus ermutigt die Darstellerin das Publikum, der menschlichen Natur verletzlicher zu begegnen.

22.30 – 23.10

Dead On The Train

Zwei Männer trennen sich.
Der eine verschwindet in Obdachlosigkeit, der andere in Verdrängung. Ein halbes Jahr später treffen sie sich wieder.  „Dead On The Train“ ist ein buntes Theaterstück über Verbindung und Einsamkeit und alle Illusionen dazwischen und drum herum.
In einer Mischung aus Text, Tanz und Film nehmen uns die Performenden auf eine märchenhafte Reise in die Gefühlswelt der Menschen in ihren 20ern mit. Sie stellen sich Themen wie Hoffnung und Haltlosigkeit, Trennung, Social-Media-Community und sozialer Isolation.  Das Stück ist ehrlich, roh – und irgendwie auch lustig.

Von und mit Antonia Aurin, sowie Anabella Fingerhut, 
Martin Klemz, Simeon Kuhn, Julian Raab.

19.30 – 23.00

Dauerinstallation

In einer Dauerinstallation präsentieren performART Studierende mediale Arbeiten.

Fotonachweis: Alanus Hochschule Benjamin Westhoff (Medea 2.0), Aida Rezaei (Mackomat), Emma Spitzenberger (Emmas Befreiung von der Erbsünde)

Startervorstellung*

Nord-, Südstadt & Poppelsdorf

Museum August Macke Haus / Alanus Hochschule

Hochstadenring 36
53119 Bonn

Info

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr und zusätzlichen Kooperationen mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft im Rahmen der letzten Ausstellung öffnet das Museum August Macke Haus erneut seine Tore zur Theaternacht. Studierende der Studiengänge performART sowie Wirtschaft & Schauspiel präsentieren Performances, Ausschnitte aus Produktionen und mediale Arbeiten: aktuell, experimentierfreudig, oft sparten- und genreübergreifend.

alanus.edu / august-macke-haus.de

bonner theaternacht barrierefrei

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